Laufen am Polarkreis – Dominiks 3 Profi-Tipps fürs Laufband

Laufen am Polarkreis –
Drei Profi-Tipps fürs Laufband

Der Winter ist da. Draussen ist es kalt und rutschig. Das ist für viele Grund genug, das Training auszulassen. An meinem Wohnort in Tromsø, weit nördlich des Polarkreises, sind Alternativen gefragt. Nur so kann ich trotz monatelangem Winter sinnvoll trainieren. Meine wichtigste Alternative ist das Laufband. Es gibt jedoch Unterschiede zum Laufen im Freien. Diese solltest du beachten, wenn es dir draussen zu kalt, zu glatt oder zu dunkel ist. Hier sind meine drei wichtigsten Punkte.

 
 

Das richtige Training

Eigentlich kannst du auf dem Laufband alles trainieren, was auch draussen möglich ist. Aber sind wir ehrlich: Eine Stunde Dauerlauf kann sich auf dem Band in die Länge ziehen. Baue deshalb unbedingt verschiedene Tempowechsel ein. Wie du diese gestaltest, ist dir überlassen. Lass deiner Kreativität freien Lauf. Finde heraus, was für dich am besten passt.

Die meisten Laufbänder sind gut gedämpft. Deshalb kannst du auf dem Laufband tendenziell leichtere Schuhe mit weniger Dämpfung tragen. Das sorgt für ein höheres Lauftempo. Das ist gut für die Muskulatur und stärkt das Selbstvertrauen.

Mein persönlicher Favorit: 4 × 8 Minuten an der anaeroben Schwelle (ca. 90 % des Maximalpulses) mit 90 Sekunden Pause. Damit verbesserst du deine anaerobe Schwelle. Das ist eines der wichtigsten Ziele im Grundlagentraining – für fast jede Distanz. Auf dem Laufband gelingt das besonders gut, weil du das Tempo exakt voreinstellen kannst. So verhinderst du, dass du aus Versehen zu schnell läufst. Das solltest du beim Schwellentraining nämlich auf keinen Fall.

Die richtige Steigung

Die Wahl der Steigung ist entscheidend. Sie macht dein Training abwechslungsreicher und beeinflusst die Belastung. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Steigung, desto geringer die Belastung für die Gelenke. Gleichzeitig steigt bei mehr Steigung die Belastung für Waden und Achillessehnen.

Ein grosser Vorteil am Laufband: Du kannst die Steigung genau kontrollieren. Du kannst zum Beispiel lange gelenkschonend bergauf laufen, ohne danach wieder bergab laufen zu müssen. Das würde die Gelenke nämlich wieder stärker belasten. 

 
 

Ich persönlich trainiere meist ohne Steigung, solange ich gesund bin. Erst gegen Ende des Winters stelle ich auf 1–2 % Steigung um. So fordere ich Waden und Achillessehnen gezielt. Das bereitet mich auf leichtere Wettkampfschuhe und Nagelschuhe vor.

Der richtige Schuh

Wie draussen brauchst du auch drinnen den passenden Schuh. Der Hauptunterschied: Die meisten Laufbänder sind gut gedämpft. Deshalb kannst du auf dem Laufband tendenziell leichtere Schuhe mit weniger Dämpfung tragen. Das sorgt für ein höheres Lauftempo. Das ist gut für die Muskulatur und stärkt das Selbstvertrauen. Mein aktueller Lieblingsschuh für das Band ist der Brooks Hyperion GTS.

Beachtest du diese drei Punkte, gelingt dein nächstes Laufbandtraining garantiert. Kälte und Glatteis sind ab jetzt keine Ausreden mehr. Ab aufs Laufband!

 
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